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Auf häufige Nachfrage haben wir begonnen die Vorsorgeuntersuchungen zu systematisieren. Hierbei wollen wir insbesondere darauf hinweisen, dass es Pflicht- und Angebotsuntersuchungen gibt. Soll heißen, nicht jede Untersuchung ist verpflichtend! Beginnen wollen wir mit einem ersten Abriss im Bereich Aktuelles. Zukünftig werden die Vorsorgeuntersuchungen ihren Platz im Bereich Arbeitsmedizin finden. Spezielle Recherchewünsche erfüllen wir gern. Rufen Sie uns einfach an unter 03463390662 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die dargestellten Untersuchungen werden von unserem arbeitsmedizinischen Fachpersonal natürlich auch durchgeführt.

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen sowie der Feststellung, ob bei Ausübung einer bestimmten Tätigkeit eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung besteht. Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen umfassen Pflichtuntersuchungen, Angebotsuntersuchungen, Wunschuntersuchungen und Eignungsuntersuchungen.

Pflichtuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten besonders gefährdenden Tätigkeiten zu veranlassen sind.

Angebotsuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anzubieten sind.

Wunschuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die der Arbeitgeber den Beschäftigten nach § 11 des Arbeitsschutzgesetzes zu ermöglichen hat.

Eignungsuntersuchungen sollen die Eignung für bestimmte Tätigkeiten festgestellen. So soll auch eine Gefährdung von Arbeitskollegen, Dritten oder von wesentlichen Sachgütern minimiert werden – zum Beispiel bei Fahr- oder Steuertätigkeiten.

Eine genaue Aussage, welche Untersuchungen durchgeführt oder angeboten werden müssen kann erst nach erfolgter Gefährdungsbeurteilung erfolgen. Hier eine Liste mit typischen arbeitsmedizinischen Untersuchungen und die Voraussetzungen dafür:

 

Pflichtuntersuchungen nach ArbMedVV

G20 (alle 3 J., erste Nachuntersuchung nach 1 J.)
Tätigkeiten mit Lärmexposition, wenn die oberen Auslösewerte von Lex,8h = 85 dB(A) beziehungsweise LpC,peak = 137 dB(C) erreicht oder überschritten werden.

 

Angebotsuntersuchungen nach ArbMedVV

G20 (alle 3 J., erste Nachuntersuchung nach 1 J.)
Tätigkeiten mit Lärmexposition, wenn die unteren Auslösewerte von Lex,8h = 80 dB(A) beziehungsweise LpC,peak = 135 dB(C) überschritten werden.

G26
Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppen 2 und 3 erfordern

Gruppe 1

Gerätegewicht bis 3 kg

Die Atemwiderstände des Atemschutzgerätes beim Einatmen oder Ausatmen sind gering (bis 5 mbar bei einem Atemminutenvolumen von intermittierend sinusförmig 20 x 1,5 l/min oder kontinuierlich 95 l/min).

Beispiele: Filtergeräte mit Partikelfilter der Partikelfilterklassen P1 und P2 und partikelfiltrierende Halbmasken; gebläseunterstützte Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske; Druckluft-Schlauchgeräte und Frischluft-Druckschlauchgeräte, jeweils mit Atemanschlüssen mit Ausatemventilen.

Gruppe 2

Gerätegewicht bis 5 kg

Die Atemwiderstände des Atemschutzgerätes beim Einatmen oder Ausatmen sind erhöht (über 5 mbar bei einem Atemminutenvolumen von intermittierend sinusförmig 20 x 1,5 l/min oder kontinuierlich 95 l/min).

Beispiele: Filtergeräte mit Partikelfiltern der Partikelfilterklasse P3, mit Gasfiltern und Kombinationsfiltern aller Filterklassen; Regenerationsgeräte unter 5 kg; Frischluft-Saugschlauchgeräte; Strahlerschutzgeräte und Schutzanzüge in Verbindung mit Schlauch- bzw. Filtergeräten.

 

Gruppe 3:

Gerätegewicht über 5 kg

Die Atemwiderstände des Atemschutzgerätes beim Einatmen oder Ausatmen sind erhöht (bis 6 mbar bei einem Atemminutenvolumen von intermittierend sinusförmig 20 x 1,5 l/min oder kontinuierlich 95 l/min).

Beispiele: Frei tragbare Isoliergeräte, wie Behältergeräte mit Druckluft (Pressluftatmer); Regenerationsgeräte über 5 kg; Schutzanzüge in Verbindung mit Geräten der Gruppe 3.

 

G37 (alle 5J. bei Personen unter 40, sonst alle 3J.)
Tätigkeiten an Bildschirmgeräten

 

Eignungsuntersuchungen nach BGI 504 (Pflicht)

G25 Fahr,- Steuer- und Überwachungstätigkeiten (alle 3 J.)
Die Forderung nach der körperlichen und geistigen Eignung zur Ausübung bestimmter Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten wird für folgende Tätigkeiten erhoben:

-Fahren mit PKW, LKW

-Führen von Flurförderzeugen mit Fahrersitz/-stand mit Hubeinrichtung, z.B. Gabelstapler

-Führen von Flurförderzeugen mit Fahrersitz/-stand mit und ohne Hubeinrichtung

-Führen von Hebezeugen, z.B. Kranen, Hebebühnen

 

G41 (alle 3 J. bei Personen zw. 25 und 50, ab 50 jährlich)
Versicherte, die Tätigkeiten in den folgenden genannten Arbeitsbereichen ausüben, können von erhöhter Absturzgefahr bedroht sein, insbesondere wenn sie bei Standortwechsel kurze Zeit nicht durch Sicherheitsgeschirre gegen Absturz geschützt sind.

-Freileitungen und Fahrleitungen, Antennenanlagen

-Brücken, Masten, Türme, Schornsteine, Signalhochbauten

-Flutlichtanlagen

-Auf- und Abbau freitragender Konstruktionen (z. B. Montage im Stahlbau, Stahlbetonfertigteilbau, Holzbau)

-Schächte und Blindschächte im Bergbau

-Gerüstbauarbeiten