Häufig gestellte Fragen zur sicherheitstechnischen Betreuung

Ist die Gefährdungsbeurteilung Bestandteil des Vertrages?

Gemäß §§ 5,6 ArbSchG; ist die Erstellung der Gefährdungsbeurteilungen eine der Grundpflichten des Arbeitgebers. Im Rahmen unserer Einsatzzeit unterstützen wir Sie maßgeblich bei der Erstellung. Wir erstellen Vorlagen angepasst auf Ihr Unternehmen und bearbeiten diese dann mit Ihnen gemeinsam im Rahmen unserer Einsatzzeit.

 

Ist die Unterweisung Bestandteil des Vertrages?

Die Unterweisung gehört zu den Arbeitgeberpflichten z.B. gem. § 12 ArbSchG und §9 BetrSichV. Wir erstellen die Notwendigen Unterlagen, wie Unterweisungsbroschüre, Betriebsanweisungen und Präsentationen, natürlich angepasst an Ihr Unternehmen. Für die äußere Form ist unser technischer Redakteur zuständig. Weiterhin stehen wir Ihnen im Rahmen der sicherheitstechnischen Betreuung als Dozent zur Verfügung. Sollten Sie Onlineunterweisungen in Betracht ziehen, achten Sie bitte darauf dass der Umgang mit Gefahrstoffen gemäß Gefahrstoffverordnung mündlich unterwiesen werden muss. Mitarbeiter unter 18 Jahren müssen 2-mal im Jahr unterwiesen werden.

 

Wie wird die Einsatzzeit für Mitarbeiter in Teilzeit berechnet?

Für die Grundbetreuung nach Anlage 2 der DGUV Vorschrift 2 sind feste Einsatzzeiten pro Beschäftigtem und Jahr vorgegeben. Die Vorschrift verwendet den Begriff „Beschäftigte“ ohne zu definieren, was konkret darunter zu verstehen ist. Da es keine für alle UV-Träger allgemein geltende Definition für „Beschäftigte“ gibt, bestehen seit Jahren drei unterschiedliche Berechnungsmodelle nebeneinander, die durch Unfallkassen und Berufsgenossenschaften empfohlen werden:

Modell 1

Zahl Beschäftigte umgerechnet auf Zahl Vollarbeiter in Abhängigkeit von der Wochenarbeitsarbeitszeit. Teilzeitbeschäftigte werden anteilig Ihrer Stunden auf Vollzeitstellen umgerechnet.

Modell 2

Berechnung in Anlehnung an das Arbeitssicherheitsgesetz (§ 11 ASiG) Teilzeitkräfte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden werden mit dem Faktor 0,5; mit nicht mehr als 30 Stunden mit dem Faktor 0,75 und mit mehr als 30 Stunden mit dem Faktor 1 gewertet.

Modell 3

Zahl Beschäftigte = Zahl der Köpfe. Teilzeitbeschäftigte jeglicher Stundenzahl werden wie Vollzeitkräfte gewertet und gehen mit dem vollen Zeitansatz in die Berechnung ein.

Wir bevorzugen das Modell 2.

 

Wie wird mit Arbeitnehmerüberlassung umgegangen?

Die Tätigkeit des Leiharbeitnehmers beim Entleiher unterliegt den für den Betrieb des Entleihers geltenden Vorschriften des Arbeitsschutzrechts. Die sich hieraus ergebenden Pflichten für den Arbeitgeber obliegen dem Entleiher unbeschadet der Pflichten des Verleihers. Der Entleiher hat also gegenüber den ihm überlassenen Leiharbeitnehmern die gleichen Pflichten wie gegenüber seinen eigenen Beschäftigten. Der Verleiher als auch der Entleiher müssen bei der Ermittlung der Einsatzzeiten für die Fachkraft für Arbeitssicherheit in Ihrem Betrieb die von ihnen zur Arbeitnehmerüberlassung vorgesehenen oder überlassenen Leiharbeitnehmer als Beschäftigte ebenso einbeziehen.

 

Wie läuft die sicherheitstechnische Betreuung ab?

Zum ersten Termin erstellen wir eine Gefährdungsbeurteilung zur Betriebsorganisation. Hier geht es z.B. um die Anzahl der Ersthelfer und der Sicherheitsbeauftragten oder auch um das Thema Pflichtenübertragung. Gleichzeitig dient das erstellte Protokoll als Vorarbeit für die tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilungen. Es werden Tätigkeiten, Betriebsmittel und Gefahrstoffe ermittelt. Folgende Unterlagen erleichtern uns hierbei die Arbeit:

  • Sicherheitsdatenblätter der Gefahrstoffe
  • Geräteverzeichnis (Leitern, Gerüste, Rolltore usw. nicht vergessen)
  • Tätigkeitsbeschreibungen

 

Auf Basis der gesammelten Informationen erstellen wir alle benötigten Unterlagen und Vorlagen, wie Betriebsanweisungen, Präsentationen und Gefahrstoffverzeichnis und beraten Sie hinsichtlich der Arbeitsmittelprüfungen.

Unsere Fachkraft für Arbeitssicherheit erstellt hiernach mit Ihnen einen Plan der Aktivitäten, wo die jährlich durchzuführenden Tätigkeiten gemeinsam festgelegt werden. Nach Abschluss eines Jahres dient dieser Plan als Jahresbericht. Eine Vorgehensweise, die sich bewährt hat.

 

Wie wird die betriebsspezifische Einsatzzeit ermittelt und vergütet?

Die betriebsspezifische Einsatzzeit wird im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermittelt. Durch Synergieeffekte mit anderen von uns betreuten Unternehmen, ist davon auszugehen, dass die Grundeinsatzzeit ausreichend ist. Sollte sich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung dennoch zusätzliche Einsatzzeit ergeben, dann wird diese zwischen den Vertragspartnern abgestimmt und das Honorar einzeln vereinbart.

 

Führen Sie auch andere Tätigkeiten durch?

Neben der sicherheitstechnischen Betreuung prüfen wir auch Betriebsmittel und führen Seminare durch. So prüfen wir z.B. PSA gg. Absturz, Spielplätze und Leitern. Wir bilden Ihre Mitarbeiter im Bedienen von Hubarbeitsbühnen, Gabelstaplern und Kränen aus und führen Schulungen zur SCC-Zertifizierung durch. Weitere Angebote finden Sie unter dem Link Leistungen.

 

Wie werden die Dokumente, z.B. Gefährdungsbeurteilungen verwaltet?

Alle Dokumente werden in unser Betreuungssystem „dokums“ geladen. Sowohl Sie als auch der betreuende Ingenieur haben über Internet, natürlich passwortgeschützt, Zugriff auf alle erstellten Dokumente. Sollte sich also einmal die BG kurzfristig anmelden und Sie finden den passenden Ordner nicht, kein Problem. Alles online. Diese Vorgehensweise hilft natürlich auch bei einem eventuellen Betreuerwechsel. Sie müssen nichts zweimal erzählen. In unserem System können Sie zudem sogar Dokumente uploaden.